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Evangelisch-Lutherische
Kirche in Bayern Kirchengemeinde Kunreuth Evangelisch im Dekanat Gräfenberg |
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Kunst
in der Lukaskirche - Die Abendmahlskelche
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Der eine Kelch erhält zusätzlichen Wert durch die Gravur: Auf der Kuppa, d. h. der Kelch-Schale, ist das Egloffstein’sche Wappen mit dem Bären zu sehen, Hinweis auf die Stifterfamilie, die den Kelch der Gemeinde vermacht haben dürfte. Unter dem Wappen ist das Entstehungsjahr eingraviert: 1668. Der Goldschmied hat im Fuß sein Meisterzeichen HH eingeprägt und ein N für Nürnberg: Hinweis auf die Werkstatt des Nürnberger Goldschmieds J. J. Hanias. Der zweite Kelch stammt offenbar von einem anderen Stifter, wie die leider nur sehr schwer entzifferbare Inschrift auf einer Silberplatte zu erkennen gibt, die in den Fuß eingelassen ist. Gut zu lesen ist aber das genaue Stiftungsdatum: 30. August anno 1677. Auch dieser Kelch stammt aus derselben Nürnberger Werkstatt, wie das Meisterzeichen beweist. Um
eine Vorstellung vom Alter der Kelche zu vermitteln: Als sie entstanden,
war Johann Sebastian Bach noch nicht geboren. Das wertvolle Material,
aus dem sie gefertigt sind, weist hin auf den kostbaren Inhalt. Von
ihm berichten die Worte, mit denen Jesus in der Nacht des Verrates
am Beginn seiner Passion das Abendmahl eingesetzt hat. Ihre älteste
Fassung ist bei Paulus nachzulesen in seinem 1. Brief an die Korinther
Kap. 11, Vers 23-25. Dort sagt Jesus, als er den Jüngern den Kelch
reicht: „Dieser Kelch
ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt,
zu meinem Gedächtnis“ (V. 25). Dr. Walter Zwanzger |
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Letzte
Aktualisierung
09.11.2006
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